Wenn aus einem Wettkampf echte Begegnungen werden

Das erste STAY2GROW-Fußballturnier bringt erfolgreich Studierende und Unternehmen zusammen


Rund 200 Menschen, 15 Mannschaften, vier Spielfelder und jede Menge Tore: Beim ersten STAY2GROW-Fußballturnier ging es am Samstag auf Kamp um weit mehr als Sport. Vor allem ging es um Begegnung und Austausch – und darum, Menschen aus Hochschule, Unternehmen und Stadtgesellschaft zusammenzubringen.

Auf vier Kunstrasenfeldern gleichzeitig rollte am 26. September ab 14 Uhr der Ball: 15 Mannschaften traten beim STAY2GROW-Fußballturnier im 5-gegen-5-Modus gegeneinander an. Mit dabei waren sechs Studierendenteams sowie neun Teams aus Unternehmen und Institutionen der Region. Mit dabei waren Teams von HODEY, LINEG, der Stadt Neukirchen-Vluyn, Triopt, Milestone, der Sparkasse Duisburg, MKB Steuerberatung, Fachmann Personaldienstleistung und dem Asdonkshof Kamp-Lintfort.

Von Beginn an war die Atmosphäre auf der Anlage des SV Alemannia Kamp e.V. eher von Teamgeist als von verbissenem Wettkampf geprägt. Alle Teams hatten sich originelle Mannschaftsnamen gegeben und so spielten „Die hässlichen Entlein“, die KWA-Maschinen“, die „Steuerfrei Moers“ und die „Hodey Kickers“ mit voller Begeisterung um den Einzug ins Finale. Insgesamt fünf Schiedsrichter sorgten auf den vier Spielfeldern für faire Bedingungen. Mit dabei war auch eine echte lokale Fußballlegende: Rigo Müller stand trotz seiner Krebserkrankung nach eigener Aussage noch einmal besonders gern mit der Pfeife auf dem Platz – ein persönlicher Herzenswunsch, der beim STAY2GROW-Turnier in Erfüllung ging.

Auch abseits des Spielfelds war einiges los. Viele Angehörige, Freunde und Bekannte der Spielerinnen und Spieler waren gekommen, um ihre Teams anzufeuern. Rund 200 Menschen waren über den Nachmittag verteilt auf der Sportanlage dabei. Für zusätzliche Unterstützung von außen sorgte auch Dr. Christoph Müllmann, Sportdezernent der Stadt Kamp-Lintfort, der das Turnier von der Seitenlinie aus verfolgte: „Das STAY2GROW-Turnier zeigt sehr anschaulich, wie Sport Menschen zusammenbringen kann. Hier treffen Studierende, Unternehmen und Menschen aus der Region ganz unkompliziert aufeinander. Genau solche Begegnungen machen eine Region lebenswert und schaffen Verbindungen, die weit über den Fußballplatz hinausreichen.“

Von der Vorrunde bis ins Finale

Bereits in der Vorrunde ging es sportlich ordentlich zur Sache. In vier Gruppen wurde um den Einzug ins Viertelfinale gespielt. Im Halbfinale wurde es dann so richtig spannend bis am Ende feststand: Die Mannschaft der LINEG und „Genesis“, eine Studierenden-Mannschaft der HSRW aus Kleve, ziehen ins Finale ein.

Wer nach den engen Spielen zuvor nun ein gegnerisch ausgeglichenes Endspiel erwartet hatte, wurde überrascht. „Genesis“ zeigte enormen Teamgeist und Siegeswillen und ließ dem nicht minder motivierten Team der LINEG am Ende keine Chance. Mit einem deutlichen 4:0 sicherten sich die internationalen Studierenden aus Kleve den Turniersieg. Ein großer Wanderpokal ging an die Siegermannschaft und eines ist für alle Teilnehmenden klar: Es wird eine Wiederholung im nächsten Jahr geben.

Fußball als Türöffner für Begegnungen

Für STAY2GROW war Event ein voller Erfolg. Das Turnier bot einen unkomplizierten Rahmen, um internationale Studierende der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) und regionale Unternehmen miteinander in Kontakt zu bringen. Denn genau darum geht es bei STAY2GROW, betont Projektleitung Josephine Runge: „Wir wollen niedrigschwellig echte Begegnungen ermöglichen, die sich in der Form sonst nicht so einfach ergeben würden. Auf dem Fußballplatz spielt man zusammen, feuert sich an, kommt ins Gespräch – und lernt sich ganz nebenbei kennen.“ Ein Erstkontakt mit Perspektive: „Aus solchen persönlichen Gesprächen könnten auch Praktika oder sogar langfristig berufliche Perspektiven für die Studierenden entstehen“, ergänzt Projektassistentin Sarah Bothen.

Das Konzept geht auf: Zwischen den Spielen wurde gejubelt, gefachsimpelt, gelacht und natürlich auch über die eine oder andere vergebene Torchance diskutiert. Teams aus Unternehmen und Studierendenschaft begegneten sich auf Augenhöhe – und nicht selten standen nach dem Spiel die Spielerinnen und Spieler beider Mannschaften noch gemeinsam am Spielfeldrand. „Normalerweise begegnet man Unternehmen und Studierenden eher in einem beruflichen oder universitären Kontext. Hier lernt man Menschen einfach als Menschen kennen – und genau daraus entstehen die besten Gespräche“, freut sich Gudrun Hodey, Geschäftsführerin des HODEY Vitalcentrum.

Ein Student der Hochschule brachte es nach dem Turnier sinngemäß so auf den Punkt: „Man kommt zum Fußballspielen und geht mit vielen neuen Kontakten und einem Zugehörigkeitsgefühl in diese Region nach Hause, das man vorher so noch nicht hatte.“

Die ungezwungene Atmosphäre und der bunt gemischte Teilnehmerkreis machten für die Spieler und Besucher den besonderen Reiz des Turniers aus. „Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei“, war das Fazit des Tages.

Ein  großes Dankeschön gebührt unserem Mitveranstalter StadtSportVerband Kamp-Lintfort und auch dem SV Alemannia Kamp e.V., der seine neue Anlage für dieses Event zur Verfügung gestellt und mit vielen ehrenamtlichen Helfern vor Ort unterstützt hat.

Ein weiteres großes Danke gilt all unseren Sponsoren. Ohne dieses Engagement von Verband, Verein und Unternehmen wäre ein solches Event nicht möglich.

Das Turnier in Bildern

Mit vollem Einsatz dabei: Das Team der Stadtverwaltung Neukirchen-Vluyn gegen eine der HSRW-Mannschaften. Da beobachtet auch die Lokallegende Rigo Müller mit aufmerksamem Schiedsrichterblick.

Zweikampf zwischen dem Team HODEY aus Kamp-Lintfort und der Sparkasse Duisburg. Leider schieden beide Teams nach der Vorrunde aus.

Kamp-Lintforts Sportdezernent Dr. Christoph Müllmann und SV Alemannia Kamp-Vorsitzender Karsten Kempken hatten sichtlich Spaß beim Zuschauen.

Das Team der LINEG gewann zunächst souverän all seine Spiele. Einzig im Finale unterlagen die Kamp-Lintforter Männer und Frauen dann dem HSRW-Team „Genisis“ aus Kleve 0:4.

Auch wir von STAY2GROW hatten viel Spaß und freuen uns schon aufs nächste Turnier im letzten Septemberwochenende im kommenden Jahr. (v.l.n.r. hinten: Beate Träm, Daniela Scholten-Pfeiffer, Michelle Puiskens, Josephine Runge; v.l.n.r. vorn: Eliza Kliuchnyk und Sarah Bothen)

Souverän gespielt, verdient gewonnen: Das Team „Genisis“ der Hochschule Rhein-Waal kam extra aus Kleve angereist. Ein Jahr lang dürfen sie sich nun über den riesigen Wanderpokal freuen.

Fair Play bei allen Teilnehmenden: Insgesamt gab es nur eine einzige gelbe Karte. Die Spielerinnen und Spieler hatten sichtlich Spaß und gönnten sich gegenseitig auch die Tore.

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(© Andrea Nicole Polk/ STAY2GROW)