Starkes Netzwerk für internationale Fachkräfte

Immer mehr Partner engagieren sich für internationale Talente in der wir4-Region

An der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort studieren rund 2.300 junge Menschen, viele von ihnen mit internationalen Wurzeln. Weit über 80 % bleiben nach dem Studium in Deutschland – das ist ein enormes Potenzial für die Fachkräftesicherung in der wir4-Region. Genau hier setzt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt STAY2GROW (S2G) an. Es bringt internationale Studierende der Hochschule Rhein-Waal mit Unternehmen, Kommunen, Vereinen und weiteren regionalen Akteuren zusammen – mit dem Ziel, berufliche Perspektiven zu schaffen und die soziale Integration nachhaltig zu fördern. „Wir wollen, dass die Studierenden bei uns bleiben. Dazu müssen Sie sich in der Region zu Hause fühlen und die beruflichen Möglichkeiten, die unsere Unternehmen bieten, kennen“, so Beate Träm, Geschäftsführerin der wir4-Agentur für Wirtschafts- und Strukturförderung, die sich für das Projekt verantwortlich zeichnet.

Seit dem Projektstart im Frühjahr 2025 und dem erfolgreichen Auftaktforum im Oktober nimmt STAY2GROW immer weiter Fahrt auf. Entstanden ist ein breit aufgestelltes Netzwerk mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, den Kommunen, der Hochschule, den Studierenden sowie Akteuren aus Kultur und Sport. Am vergangenen Montag trafen die wir4- Stadtspitzen das STAY2GROW Netzwerk zum Fototermin am Campus Kamp-Lintfort und informierten sich bei dieser Gelegenheit über den aktuellen Stand der Aktivitäten und geplanten Maßnahmen. Die Bürgermeisterin der Stadt Moers, Julia Zupancic, ist von der Bedeutung des Projektes überzeugt: „Wir haben hier vor Ort hervorragende Chancen und Potenziale. Es ist wichtig, diese zu nutzen, um internationale Studierende auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen die Integration in unsere Region zu erleichtern und ihnen langfristige berufliche Perspektiven vor Ort zu eröffnen.“

In enger Zusammenarbeit mit der Hochschule und den Studierenden selbst entwickelt das Projektteam mit dem Netzwerk konkrete Maßnahmen, die internationalen Studierenden den Einstieg in das gesellschaftliche Leben und den regionalen Arbeitsmarkt erleichtern und den Unternehmen qualifizierten Nachwuchs für die Zukunft sichern sollen.

Begegnungen schaffen Zugehörigkeit

Mit Sport und Kultur Zugänge zur sozialen Integration zu schaffen, ist ein zentraler Ansatzpunkt von STAY2GROW. Gemeinsam mit lokalen Sportvereinen und dem Hochschulsport wird derzeit ein Just for Fun – Fußballturnier geplant, das Studierende und Vereinsmitglieder unterschiedlichster Sportarten sowie Mitarbeitende von Unternehmen und den wir4-Stadtverwaltungen zusammenbringt und den sportlichen Austausch fördert. „Sport schafft auf einfache und unkomplizierte Weise Begegnungen. Gemeinsame sportliche Aktivitäten fördern den Austausch, ermöglichen neue Freundschaften und tragen dazu bei, dass internationale Studierende in der Region ankommen und sich hier langfristig zu Hause fühlen,“ erklärt Heiko Osthaus, Beauftragter für Hochschulsport an der Hochschule Rhein-Waal. Am Samstag, 26.09.2026 wird das Turnier auf der Sportplatzanlage des Sportvereins Alemannia Kamp e.V. stattfinden. Alle Teams werden Mixed Teams aus Frauen und Männern sein. Die Anmeldung wird in Kürze möglich sein und über die Kommunikationskanäle von STAY2GROW bekanntgegeben.

Eine Karrieremesse anderer Art – das ist die Idee des vom Netzwerk entwickelten „Campus and Career Run (CCR)“. Unternehmen und Studierende lernen sich informell bei einem gemeinsamen Laufevent kennen. Bei Strecken über drei und fünf Kilometer stehen Spaß und soziale Interaktion im Vordergrund. Für Unternehmen wie Studierende ist das eine großartige Möglichkeit, Teambuilding und Recruiting miteinander zu verbinden. Der CCR findet am 28.04.2027 am Campus Kamp-Lintfort statt.

Im Kulturbereich machen sich Susanne Rous von der Stadt Kamp-Lintfort, Eva Marxen von der Stadt Moers und Rüdiger Eichholtz, Kulturbeauftragter der wir4-Region, für die Studierenden stark. Ein Kulturpass soll Studierenden die vergünstigte Teilnahme an Konzerten, Festivals und Events ermöglichen. Eine Informationsplattform zur Bekanntmachung der Angebote steht in der Entwicklung.

Unternehmen schaffen Zugänge und teilen Erfahrungen

Ein wichtiger Meilenstein ist die Gründung eines S2G-Netzwerks für internationale Fachkräfte. Hier arbeiten Unternehmen gemeinsam daran, internationale Studierende frühzeitig kennenzulernen, Zugänge zu Praktika, Werkstudierendentätigkeiten und Berufseinstiegen zu schaffen sowie Erfahrungen zur Integration internationaler Fachkräfte auszutauschen. Für Gudrun Hodey, Leitung Personal bei VitalCentrum Hodey KG eröffnen sich dadurch neue Chancen: „STAY2GROW bietet Unternehmen eine wertvolle Plattform, um sich zu vernetzen und gemeinsam mit der Hochschule über Lösungen zur Fachkräftesicherung nachzudenken. Wir planen aktuell eine Bachelorarbeit im Bereich IT in unserem Unternehmen und hoffen, daraus eine langfristige Zusammenarbeit zu entwickeln, um unsere IT zukunftssicher aufzustellen.“

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Unternehmen, die internationale Talente frühzeitig kennenlernen und die Zukunft der Fachkräftesicherung aktiv mitgestalten möchten, sind herzlich eingeladen, sich am S2G Netzwerk für Internationale Fachkräfte zu beteiligen:

Das nächste Treffen findet am 8. Juli von 9:00 bis 11:00 Uhr im Schirrhof in Kamp-Lintfort statt.

Interessierte Unternehmen und Vereine können sich an Josephine Runge (Tel. 02841 999969-13, josephine.runge@wir4.net) oder Sarah Bothen (Tel. 02841 999969-15, s.bothen@wir4.net) wenden.

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Für das Frühjahr 2026 ist der Start einer „Campus meets Company“-Woche in Vorbereitung. Unternehmen laden Studierende zu Exkursionen in ihre Betriebe ein. So entsteht ein konkretes Verständnis für die beruflichen Möglichkeiten vor Ort. Alle Unternehmen der wir4-Region sind zur Teilnahme eingeladen.

Weiterhin in Planung sind zudem Workshops mit Studierenden wie auch ein Mentoring Programm mit der Bundesagentur für Arbeit.

Gruppenfoto des Projektteams, der Bürgermeister, des Hochschuldekans und weiteren Projektbeteiligten als Wirtschaft, Sport und Kultur.